Alligator Ventilfabrik startet Sicherheits-Offensive für Reifen

Unter dem Motto “Druck-Fehler? Ausgeschlossen” startet die Alligator Ventilfabrik (Giengen) eine Vertriebsoffensive, um Werkstätten und Reifenhändler über das elektronische Reifendruckkontrollsystem (RDK) zu informieren, welches das Unternehmen gemeinsam mit Automobilherstellern des VDA-Arbeitskreises (Audi, BMW, DaimlerChrysler, Porsche und VW) sowie dem Partner Beru entwickelt und zur Serienreife gebracht hat. Das System gehört nach Aussagen von Alligator zu den wenigen von den deutschen Automobilherstellern für die Erstausrüstung freigegebenen Reifendruckkontrollsystemen, das sowohl bei plötzlichem als auch bei schleichendem Druckverlust, bei Minderdruck (Überlastung) und Überhitzung der Fahrzeugreifen Alarm schlägt. Das soll den Autofahrer nicht nur vor lebensgefährlichen Reifenplatzern bewahren, sondern gleichzeitig die Lebensdauer der Reifen verlängern. Denn Untersuchungen hätten gezeigt, dass zehn Prozent zu wenig Luftdruck die Lebensdauer eines Reifens aufgrund der vermehrten Walkarbeit um 15 Prozent senken kann. Außerdem steigt bei Unterdruck der Benzinverbrauch – von bis zu vier Prozent Mehrverbrauch spricht Alligator in diesem Zusammenhang. Nach Ansicht des Herstellers sind dies überzeugende Argumente für eine regelmäßige Reifendruckkontrolle – elektronisch oder per Hand. Dass das Unternehmen diesbezüglich die elektronische Variante vorzieht, liegt auch daran, dass trotz wachsender Sensibilisierung für dieses Thema nur wenige Autofahrer tatsächlich alle 14 Tage – so wie es Fachleute empfehlen – den Reifendruck prüfen. “In den USA sind Automobilbauer ab dem 1. November 2003 teilweise verpflichtet, ihre Autos mit einem Reifendruckkontrollsystem auszustatten”, so Alligator. Und auch in Deutschland nehme der Trend zu “intelligenten Reifen” eine hohe Dynamik an – ohne gesetzliche Regelung. Der Ventilhersteller will deshalb im Rahmen der Vertriebsoffensive die elektronische Reifendruckkontrolle weiter in den Vordergrund rücken, denn das Unternehmen bietet sowohl die Ventilsätze als auch die entsprechende Radelektronik an. Alle Bausteine sind demzufolge speziell für die “extremen Verhältnisse” im Reifen entwickelt worden: Während der Einsatzzeit von sieben Jahren sollen die Komponenten Temperaturen von minus 40 bis 120°C (kurzzeitig 150°C), dynamischen Spitzenbeschleunigungen bis 2.000g, extremer Feuchtigkeit und Kondenswasser sowie anderen festen und flüssigen Stoffe im Reifen, zum Beispiel Resten von Montiermitteln widerstehen können. Die Komponenten sind den Angaben zufolge für Geschwindigkeiten von bis zu 300 km/h einsetzbar. Für die Umrüstsaison bietet Alligator separate Ventilsätze, denn Winter- bzw. Sommerreifen müssen immer mit den jeweils entsprechenden Ventilen ausgestattet werden. Vier verschiedene Ventiltypen sind im Angebot. Sie sind durch verschiedene Farben markiert und garantieren laut Anbieter ein schnelles Erkennen. Besonders hervorgehoben wird darüber hinaus die “einzigartige und patentierte Verstellbarkeit”. Die neue Technik stellt Werkstätten und Reifenhändler nach der Überzeugung von Alligator allerdings vor neue Herausforderungen: Die hoch sensiblen elektronischen Systeme erforderten kompetente Wartung und spezielle Kenntnisse – nur geschultes Personal mit der entsprechenden Montagetechnik garantiere den einwandfreien Einbau. Deshalb stellt Alligator Mechanikern die notwendigen technischen Dokumentationen und Anleitungen bereit. Unter anderem stellt das Unternehmen Übersichtsposter mit den wesentlichen Informationen kostenlos zum Aushang in der Werkstatt zur Verfügung. In Zusammenarbeit mit dem Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk e.V. (BRV) werden in Ergänzung außerdem spezielle Schulungen angeboten.

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