Pirelli Scorpion STR

Atlanta/Georgia, USA, den 25. März 2003. – Pirelli führt im Frühjahr 2003 auf den internationalen Märkten seine neue Reifenlinie Scorpion STR ein. Ein Reifen, speziell entwickelt für und abgestimmt auf die Ausrüstung von SUV-Fahrzeugen sowie Crossover-Modellen der neuesten Generation mit Allradantrieb, wobei es sich um leistungsstarke und vielseitige Fahrzeuge mit eingebauten aktiven und passiven Sicherheitssystemen, bis vor kurzem die Domäne anderer Wagenkategorien, handelt. Entwicklungsziel für das STR-Projekt war, die Leistungsparameter des jeweiligen Reifens in das richtige Verhältnis zu spezifischen hochentwickelten Technologie dieser neuen Fahrzeuge zu bringen, mit dem Ziel, die Bedürfnisse des Fahrers einzuarbeiten und so auf jedem Gelände ein Maximum an Sicherheit und Zuverlässigkeit zu gewährleisten. Der Pirelli Scorpion STR ist bereits auf folgenden Fahrzeugen homologiert: Ford Excursion, Ford Super Duty F 250 und 350 in den USA und Volvo XC 90 in Europa. Diesen Reifen konnten Journalisten aus aller Welt heute in Atlanta auf einer Rennstrecke wie im Straßenverkehr ausgiebig testen. Der Scorpion STR ist das neueste Resultat der Pirelli-Hochleistungstechnologie im 4×4-Sektor und wurde für die Anforderungen der aktuellen Fahrzeuggeneration entwickelt: So wurde besonderes Augenmerk auf gutes Handling in- und außerorts, eine hohe Kilometerleistung, Fahrkomfort und geringe Geräuschentwicklung gelegt. Ein weiteres Entwicklungsziel waren natürlich präzise Lenkreaktionen bei trockener Fahrbahn, sowie ein sehr sicheres Fahr- und Bremsverhalten speziell auch auf nasser Fahrbahn. Da der Scorpion STR jedoch speziell für das SUV-Segment bestimmt ist, demonstriert er, wenn nötig, zusätzlich auch gute Gelände-Qualitäten abseits geteerter Pisten. Darüber hinaus zeichnet er sich durch besonders hohe Tragfähigkeitskennzahlen aus. Der Pirelli Scorpion STR verfügt über eine Radialkarkasskonstruktion sowie ein Gürtelpaket aus Stahl und Nylon. Weitere Features sind die verstärkte Seitenwand, ein speziell gestalteter Wulstbereich mit innovativen Materialien, ein neu entwickeltes Profildesign und eine aktiv auf verschiedene Betriebstemperaturen reagierende Laufflächenmischung. Die zweilagige Reifenkarkasse aus Polyester besitzt eine hohe Tragfähigkeit und Dimensionsstabilität: Sie ist flexibel, widerstandsfähig gegen Stauchungen und gewährleistet ebenfalls einen hohen Fahrkomfort. Den Wulstbereich bildet ein Kern aus hochwiderstandsfähigem Stahl in Verbindung mit Füllmaterialien aus Verbundwerkstoff. Die dadurch gewährleistete solide Verankerung des Reifens auf der Felge garantiert eine gleichmässigere Verteilung der Kräfte und bewirkt so eine Verbesserung der Lenk- und Fahrpräzision. Kontrollierte Stationärwelle Im Bereich des Gürtelpaketes des STR konnten die Pirelli-Entwickler die meisten Innovationen verwirklichen. Es besteht aus Nylon- und Stahlcord und verfügt über eine variablen Geometrie, wodurch die Verbindung zum Laufflächengummi maximiert wird. Ebenfalls konnte eine Optimierung der Aufstandsfläche erzielt werden. Weitere Vorteile im Hinblick auf die Verringerung der Oberflächenbeanspruchung ergeben sich aus der höheren Dicke der Lauffläche. Die Optimierung dieser Einheit aus Gummi und Stahl wurde erzielt, indem das Augenmerk der Ingenieure neben der Entwicklung der verschiedenen Materialien besonders auch dem Produktionsprozess galt. Ein besonderer Focus der Pirelli-Entwickler lag hier besonders auf den kritischen Augenblicken während des Vulkanisationsprozesses. So wurden Temperatur- und Druckphasen auf bestmögliche Weise abgestimmt, um so die höchstmögliche chemische bzw. thermische Stabilisierung kritischer Komponenten sicherzustellen. Einer der Hauptgründe für diese Entwicklungsanstrengungen lag in der Beherrschung eines besonders bei tiefer profilierten, materialstärkeren Reifen größerer Querschnitte in Verbindung mit höheren Geschwindigkeiten auftretenden Phänomens, der sogenannten “Stationärwelle”. Dabei handelt es sich um den Effekt der anhaltenden Verformung der Aufstandsfläche während der Drehbewegung des Reifens. Ab einer bestimmten Geschwindigkeit (jenseits von 100 km/h) kann der Reifen die bei Fahrbahnkontakt auftretende Abplattung der Lauffläche (=Aufstandsfläche des Reifens) nicht mehr innerhalb einer einzigen Umdrehung neutralisieren. Dies kann bis zur Ablösung der Lauffläche führen. Mit dem Scorpion STR bringt Pirelli einen Reifen auf den Markt, der imstande ist, den Effekt dieser Stationärwelle durch die oben genannten Entwicklungen sogar weit über seine zugelassene Höchstgeschwindigkeit hinaus unter Kontrolle zu halten, ohne dass die bisher üblichen konstruktiven Maßnahmen, wie z.B. eine höhere Steifigkeit der Seitenwand, Anwendung finden mussten. So ist der STR in der Lage, Komfort und Hochgeschwindigkeitstauglichkeit miteinander zu verbinden. Für die beim Scorpion STR verwendeten Mischungen wurde ein besonders ausgewogenes Verhältnis an Natur- und Synthesekautschuk verwendet, um so die Wintereigenschaften der einen Komponente und die thermomechanischen Eigenschaften der anderen bestmöglich miteinander zu kombinieren. Weitere Bestandteile im Laufstreifen sind spezielle Russe für die Laufleistung sowie Silica für gute Nässeeigenschaften. Das Laufflächenprofil des Scorpion STR sorgt unter anderem durch seine Blocklamellierung für hervorragende Haftung auf nasser Straße, einer durchgehenden Mittelrippe für gute Geradeauslaufstabilität bei hohen Geschwindigkeiten, sowie vier umlaufenden Hauptprofilrillen, die in Verbin-dung mit der ausgeprägten Querprofilierung zur schnellen Wasserableitung und damit Aquaplaningvorsorge beitragen. Die Schulterblöcke sind für gute Griffigkeit im Gelände speziell abgewinkelt. Der neue Scorpion STR ist derzeit in 32 Größen in den Querschnitten 75 bis 55 von 15 bis 18 Zoll verfügbar. Die Geschwindigkeitskategorien reichen von T (190 km/h) bis V (240 km/h).

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