Firmenautos auf Sommerreifen: Wer haftet bei Unfall im Winter?

Dienstag, 7. Januar 2003 | 0 Kommentare
 

"Wie sieht die gesetzliche Lage aus, wenn mein Chef sich aus Kostengründen weigert, Winterreifen am Firmenfahrzeug zu montieren, und ich als Fahrer einen Unfall verursache, bei dem eine andere Person zu Schaden kommt?", lautet die Anfrage einer Autofahrerin bei der Initiative PRO Winterreifen. Ganz eindeutig kann diese Frage leider nicht beantwortet werden, wie der Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk e.V.

(BRV) als Partner der Initiative mitteilt. Da es in Deutschland keine gesetzlich vorgeschriebene Winterreifenpflicht gibt, kann der Arbeitgeber nicht zur entsprechenden Ausrüstung seiner Firmenfahrzeuge gezwungen werden. Deshalb empfiehlt der BRV Arbeitnehmern, den jeweiligen Arbeitgeber von der Notwendigkeit zur Umrüstung der in Frage kommenden Firmenfahrzeuge auf Winterbereifung zu überzeugen zu versuchen.

Weigert sich der Chef dennoch, sollte gegebenenfalls versucht werden, sich als Fahrzeugführer unter Bezugnahme auf die StVZO vom Arbeitgeber schriftlich bestätigen zu lassen, dass er als verantwortlicher Fahrzeughalter ungeachtet aller Hinweise bewusst auf eine Ausstattung des Fahrzeuges mit M+S-Bereifung verzichtet hat. Lässt er sich darauf ein, hat man im Zweifel die besseren Karten, wenn man aufgrund der Straßenlage möglicherweise punktuell die Nutzung des Fahrzeuges verweigert und der Arbeitgeber einem daraus arbeitsrechtlich einen "Strick drehen" will..

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Kategorie: Allgemein

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