Rußhersteller im Fokus der Wettbewerbsbehörden

Die Aktienkurse der drei Rußhersteller Cabot Corp., Phelps Dodge und Degussa AG sind eingebrochen, nachdem bekannt wurde, dass die Wettbewerbsbehörden gegen die drei Unternehmen wegen des Verdachts von Preisabsprachen ermitteln. In Europa sind nach Verlautbarungen der EU sechs Unternehmen betroffen, deren Büros in Frankreich, Spanien, Italien und Deutschlands am letzten Dienstag ohne Vorankündigung untersucht worden sind. Die Namen der anderen drei Unternehmen wurden nicht genannt, vor etwa fünf Wochen war allerdings bekannt geworden, dass die Bayer AG, Flexsys NV und Crompton Corp. ins Fadenkreuz der Wettbewerbshüter gekommen waren. Cabot, Phelps Dodge und Degussa gehören jedenfalls zu den bedeutendsten Rußlieferanten für die Reifenindustrie weltweit. Die Wettbewerbsbehörden in den USA und der EU haben eine gemeinsame Untersuchung initiiert. So haben die EU-Wettbewerbsbehörden Einsicht in Dokumente in der Frankfurter Degussa-Zentrale genommen, die entsprechenden US-Behörden stehen in Kontakt mit der Degussa Corp. (Parsippany/New Jersey), wie die Degussa einräumt. Degussa erklärt ferner, mit den Behörden voll kooperieren zu wollen. Die Kartellbehörden Kanadas (aus den USA sind keine Einwände zu erwarten) und der EU hatten gerade vor wenigen Tagen dem Verkauf der Degussa-Anteile, die die Eon AG hält, an den Bergbau- und Technologiekonzern RAG zugestimmt, wodurch die RAG Mehrheitsgesellschafter des Spezialchemie-Unternehmens Degussa wird.

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