Runderneuerte Reifen: Besser als ihr Ruf

Die AiR-Unternehmen Reiff, Schwarz (Passau), Ihle (Günzburg) und Rösler (Dortmund) waren zudem mit die ersten, die auf Basis langjähriger Erfahrungen und sehr hoher Standards in Folge der jahrelangen TÜV-Qualitätsüberwachung nach DIN EN ISO 9002 zertifiziert wurden und auf freiwilliger Basis bereits 1999 die ECE-Genehmigung erhalten haben, d.h. sie erfüllen damit die „Einheitlichen Bedingungen für die Genehmigung der Herstellung runderneuerter Luftreifen für Pkw und Lkw, sowie deren Anhänger“. Das Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen führt dazu aus: „Die in den ECE-Regelungen 108 und 109 enthaltenen (internationalen) Vorschriften für runderneuerte Reifen weisen diese eindeutig als geprüfte Qualitätsprodukte aus, im Gegensatz zu Billigprodukten, die zum Teil ohne Prüfnachweis zur Erfüllung von Qualitäts-/Sicherheitsstandards importiert werden.“ Eberhard Reiff: „Das ECE-Kennzeichen ist eine Qualitätsauszeichnung der besonderen Güte. Damit erfüllen wir internationale Standards und sind sogar erstausrüstungsfähig!“ Mit ihrer streng an hohen Qualitätsstandards orientierten Strategie verfolgen die Mitglieder der AiR das Ziel, eine ebenso hohe Akzeptanz für den runderneuerten Pkw-Reifen zu schaffen, wie sie im Bereich der Lkw-Reifen bereits seit Jahren selbstverständlich ist. Bereits heute ist fast jeder zweite nachgerüstete Lkw-Pneu runderneuert. Pkw-Winterreifen werden hingegen nur zu gut 12 Prozent erneuert, im Segment der Pkw-Sommerreifen haben runderneuerte Reifen mit einem Marktanteil von 0,85 Prozent so gut wie keine Bedeutung. Dabei sprechen nicht nur Kostenerwägungen, sondern auch ökologische Aspekte für die Nutzung runderneuerter Reifen – auch auf Personenkraftwagen: Bei der Runderneuerung wird der Reifenunterbau – die Karkasse – wiederverwendet, nur die Lauffläche wird erneuert. Deshalb benötigt man für erneuerte Pkw-Reifen nur 5,5 Liter Rohöl, während Pkw-Neureifen in der Produktion durchschnittlich 28 Liter beanspruchen. Das spart im Vergleich zur Neureifenherstellung rund 70 Prozent Energie ein. Noch beeindruckender sind die Zahlen im Segment Lkw. In einem durchschnittlichen Lkw-Reifen stecken rund 60 Kilogramm Rohstoffe, für die Runderneuerung werden nur rund 15 Kilogramm benötigt. AiR-Sprecher Reiff: „Eine Öko-Bilanz, die für sich spricht. Denn so ein runderneuerter Reifen leistet problemlos nochmals 200.000 Kilometer!“ Ein weiterer Umweltvorteil der erneuerten Reifen: Sie sorgen dafür, dass die Altreifenberge nicht weiter wachsen. Aufgrund ihrer hohen Qualitätsstandards sind die AiR-Mitgliedsunternehmen auf eine exzellente Qualität ihres Rohstoffes – der Reifenkarkassen – angewiesen. Reiff: „Wir können die ökologischen und ökonomischen Vorteile nur dann nutzen, wenn die Neureifenindustrie auch in Zukunft in ausreichender Menge qualitative und erneuerungsfähige Karkassen produziert. Schließlich verwenden wir für die Erneuerung nicht jeden Unterbau: Von über 120 Reifenmarken nehmen die AiR-Unternehmen lediglich 15 Fabrikate in ihre Karkassen-Auswahlliste auf.“ Als Anreiz für die Industrie verleiht die Arbeitsgemeinschaft anlässlich der alle zwei Jahre in Essen stattfindenden Reifenmesse den Award „Die goldene Karkasse“ an die Hersteller, deren Neureifen in punkto Erneuerungsfähigkeit herausragende Qualität gezeigt haben. Im Mai 2002 ging der Preis an Michelin, gefolgt von Continental und Dunlop, die sich den 2. Platz teilten. Bedenken gegen runderneuerte Reifen sind also, so die Ansicht des BRV, völlig unbegründet – zumal Pkw-Reifen in Deutschland nur einmal und auch nur solche Reifen runderneuert werden, die bis 210 km/h zugelassen sind. Kleinste Schäden im Unterbau führen bei der strengen Qualitätskontrolle, die der Runderneuerung vorausgeht, unwiderruflich zum „Aus“. Insofern lohnt sich die Überlegung, beim Reifenkauf anstelle von Neureifen einem Satz qualitätsgeprüfter Runderneuerter den Vorzug zu geben – zum einen schont das die Umwelt, zum anderen das Portemonnaie. Ein Tipp, der sich für sicherheitsbewusste Verbraucher schon in Kürze bei der Umrüstung auf Winterreifen durchaus auszahlen könnte! Wer mehr über die Qualitätserneuerung wissen möchte, kann eine kostenlose Informationsbroschüre der AiR anfordern beim AiRR im Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk e.V., Franz-Lohe-Str. 19, 53129 Bonn Tel. (0228) 2 89 94-72 , eMail hj.drechsler@bundesverband-reifenhandel.de

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