Von der Straße auf die Rennstrecke

Goodyear stellt neuen Regenreifen für die V8STAR-Rennserie vor Dass sich viele technische Lösungen aus dem Motorsport in Serienfahrzeugen wiederfinden, ist bei vielen Autoherstellern wie deren Zulieferer fester Bestandteil der Produktentwicklung. Goodyear beispielsweise verfügt über mehr als hundert Jahre Erfahrung im Rennsport und lässt diese wertvollen Erfahrungen seit jeher in die Entwicklung seiner Straßenprodukte einfließen. So leitet Andy Weimer, früherer Chef des Goodyear -Formel 1-Projektes, heute die Entwicklung der sportlichen Hochleistungsreifen für die Straße. Jetzt haben die Ingenieure der Marke mit dem Flügelschuh zum ersten Mal den umgekehrten Weg beschritten: Der Goodyear Eagle F1, ein Ultra-High-Performance-Reifen für sportliche Straßenfahrzeuge, stand Pate für den neuen exklusiven Regenreifen der V8STAR-Rennserie. Somit hält bewährte Technologie aus der Serienproduktion – der neue Eagle F1 wurde seit seiner Einführung im Februar 2002 bereits von vier führenden Fachzeitschriften für seine exzellenten Fahreigenschaften ausgezeichnet – nun direkt Einzug in den Motorsport. Seit dem siebten Saisonrennen auf dem Salzburgring am 10. August rollen die rund 500 PS starken V8STAR-Boliden auf den neuen Regenreifen. Goodyear rüstet die junge Silhouetten-Tourenwagen-Serie exklusiv mit einheitlichen Slick- und Regenreifen aus. ”Bei der Weiterentwicklung des V8STAR-Reifens stand das Fahrverhalten bei Mischverhältnissen im Vordergrund, wie zum Beispiel bei abtrocknender Ideallinie oder leichtem Regen. Diese schwierigen Bedingungen treten bei Regenrennen sehr häufig auf”, sagt Karl-Heinz Tibor, Leiter von Goodyear Motorsport. Auf dem Goodyear-Testgelände im französischen Mireval verglich Ex-Rennprofi Altfrid Heger, Präsident und offizieller Testfahrer der Silhouetten-Tourenwagenserie, mehrere im Rennsport bewährte Profiltypen mit dem aktuellen Eagle F1-Modell. “Dort hat die Laufflächen-Formgebung des Eagle F1 eindeutig überzeugt. Wir haben Vorzüge der OneTRED-Technologie, die bei der Rennversion genauso wie beim Serienreifen zum Einsatz kommt, eins zu eins wiedergefunden: Direktes Ansprechverhalten beim Einlenken, optimale Kraftübertragung beim Beschleunigen und Bremsen sowie sehr gute Aquaplaning-Eigenschaften”, resümiert Tibor das umfangreiche Testprogramm auf nasser, leicht feuchter und auch trockener Fahrbahn. “Der Reifen ist bei Mischverhältnissen nicht nur schneller, sondern auch deutlich länger haltbar”, lobt V8STAR-Präsident Heger die Neuentwicklung. Auffälligstes Merkmal der OneTRED-Technologie ist das attraktive, V-förmige Profildesign. Hinzu kommen ein besonders stabiler Schulterbereich, verlängerte Übertragungsbrücken sowie eine den Reifen komplett umlaufende Mittelrippe. Die Laufflächenmischung des Profilreifens mit den Maßen 27.0 x 11.0 R 18 vorn und 28.0 x 12.5 R 18 hinten (Außendurchmesser/Laufflächenbreite/Felgendurchmesser in Zoll) entspricht dem bereits bewährten Modell für nasse Bedingungen. Die Konstruktion der Karkasse gleicht an der Vorderachse der des neuen Slick-Reifens, der ebenfalls am Salzburgring sein Debüt gab. “Die Vorderreifen für trockene und nasse Verhältnisse fallen nun etwas höher aus als ihre Vorgänger. Damit erreichen wir insgesamt eine verbesserte Balance beim Fahrverhalten der V8STAR-Rennwagen und noch höhere Stabilität beim Bremsen”, sagt Karl-Heinz Tibor.

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