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Automobilgeschäft auf Konsolidierungskurs

Die Nachfrage nach deutschen Personenkraftwagen übertraf im Juli 2002 sowohl aus dem Inland als auch aus dem Ausland das entsprechende Vorjahresvolumen um 2 Prozent. Saisonbereinigt kam es gegenüber Juni bei den Auslandsordern zu einem leichten Rückgang um 2 Prozent, die Auftragseingänge aus dem Inland blieben stabil. Im bisherigen Jahresverlauf unterschritten die Bestellungen sowohl aus dem Inland als auch die aus dem Ausland das entsprechende Vorjahresvolumen um jeweils knapp 5 Prozent. Im Nutzfahrzeugbereich kam es im Juli 2002 – in erster Linie auf Grund vermehrter Werksferien – zu Rückgängen bei Produktion und Export. So unterschritt die Fertigung von leichten Nfz bis 6 t mit 14.000 Einheiten das entsprechende Vorjahresvolumen um 15 Prozent. Bei den schweren Fahrzeugen über 6 t konnte die Herstellung dagegen um 6 Prozent ausgeweitet werden. In den ersten sieben Monaten dieses Jahres blieb die Produktion von Transportern um 14 Prozent hinter dem entsprechenden Vorjahresergebnis zurück, die von Nfz über 6 t um 10 Prozent. Die Ausfuhr von leichten Nutzfahrzeugen fiel im Juli 2002 mit 10.350 Fahrzeugen ebenfalls erheblich schwächer aus als ein Jahr zuvor (- 17 Prozent). Der Export von Nfz über 6 t konnte dagegen um 2 Prozent zulegen. Bis einschließlich Juli wurden 9 Prozent weniger Transporter und 8 Prozent weniger schwere Nutzfahrzeuge ausgeführt als in den ersten sieben Monaten 2001. Die Neuzulassungen von Nutzfahrzeugen haben sich im Juli in beiden Gewichtsklassen belebt. Im Bereich bis 6 t stiegen sie gegenüber dem Vorjahr um 16 Prozent, im schweren Segment um 6 Prozent. Auch saisonbereinigt kam es gegenüber dem Vormonat in beiden Gewichtsklassen zu einer deutlichen Verbesserung. In den ersten sieben Monaten dieses Jahres blieben die Neuregistrierungen von leichten Nutzfahrzeugen jedoch um 5 Prozent, die von schweren Nutzfahrzeugen sogar um 16 Prozent hinter dem entsprechenden Vorjahresvolumen zurück. Die Nachfrage nach deutschen Transportern unterschritt im Juli 2002 das letztjährige Bestellvolumen um 11 Prozent. Dabei schwächten sich die Bestellungen aus dem Ausland um 13 Prozent, die aus dem Inland um 8 Prozent ab. Im bisherigen Jahresverlauf blieben die Auslandsorder um 10 Prozent hinter dem Ergebnis von vor einem Jahr zurück; die Nachfrage nach deutschen Transportern aus dem Inland stagnierte auf Vorjahresniveau. Die Auftragseingänge im mittelschweren und schweren Lkw-Bereich über 6 t übertrafen im Juli das entsprechende Vorjahresvolumen um knapp 2 Prozent. Dabei stand einem deutlichen Nachfragerückgang aus dem Inland um 13 Prozent ein Zuwachs aus dem Ausland um 11 Prozent gegenüber. Im bisherigen Jahresverlauf schwächte sich die Nachfrage aus dem Inland um 16 Prozent ab. Die Bestellungen aus dem Ausland haben sich in den letzten Monaten stabilisiert und lagen bis Juli lediglich um 2 Prozent unter dem Vorjahresergebnis. Die Nachfrage nach deutschen Bussen übertraf im Juli das Vorjahresvolumen um 3 Prozent. Dabei stand einem deutlichen Orderanstieg aus dem Inland um 21 Prozent ein Bestellrückgang aus dem Ausland um 5 Prozent gegenüber. Auch in den ersten sieben Monaten dieses Jahres entwickelten sich die Auftragseingänge aus Inland (+6 Prozent) besser als die aus dem Ausland (- 12 Prozent). Personenkraftwagen Die Produktion von Personenkraftwagen übertraf mit 395.000 Einheiten im Juli 2002 das entsprechende Vorjahresvolumen um 9 Prozent. Arbeitstäglichbereinigt wurde das Fertigungsvolumen des Vorjahres um 4 Prozent überschritten. In den ersten sieben Monaten 2002 produzierten die deutschen Hersteller knapp 3 Millionen Pkw, 6 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Tendenziell hat sich die Herstellung von Personenkraftwagen nach einem schwachen Jahresanfang in den letzen Monaten belebt. Auch beim Export zeigen sich seit dem Frühjahr deutliche Stabilisierungstendenzen. Bis einschließlich Juli kam es jedoch noch zu einem Rückgang um gut 4 Prozent. Im Juli übertraf die Ausfuhr von Personenkraftwagen das entsprechende Vorjahresergebnis um 12 Prozent. Begünstigt durch die hohe Zahl von Arbeitstagen und die unterschiedliche Lage der Werksferien wurden mit 294.000 Personenkraftwagen so viele Fahrzeuge im Ausland abgesetzt wie noch nie zuvor in einem Juli. Die Pkw-Neuzulassungen haben sich auf niedrigem Niveau stabilisiert. Im Juli lagen sie mit schätzungsweise 283.000 Einheiten um 2 Prozent über dem entsprechenden Vorjahres-Volumen. Saisonbereinigt kam es gegenüber dem Vormonat jedoch zu einem Rückgang um 5 Prozent. Von Januar bis Juli 2002 wurden in Deutschland knapp 2 Millionen Personenkraftwagen neu zugelassen, 3 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Die Nachfrage nach deutschen Personenkraftwagen fiel im Berichtsmonat sowohl aus dem Inland als auch aus dem Ausland um 2 Prozent höher aus als im Juli 2001. Seit Beginn dieses Jahres unterschritten die Auftragseingänge aus dem Inland und die aus dem Ausland das jeweilige Volumen der ersten sieben Monaten 2001 um jeweils 5 Prozent. Nutzfahrzeuge Die Produktion von Nutzfahrzeugen fiel im Berichtsmonat um 7 Prozent niedriger aus als im Juli 2001. Dabei kam es im Transportersektor zu einem Rückgang um 15 Prozent, die Herstellung von Nfz über 6 t legte dagegen um 6 Prozent zu. In den ersten sieben Monaten rollten 124.000 Transporter von den Bändern (-14 Prozent) und 72.000 schwere Nfz (-10 Prozent). Die Transporter-Ausfuhr war ebenfalls durch die Werksferien beeinflusst und unterschritt im Juli 2002 das entsprechende Vormonatsergebnis um 17 Prozent. Der Export von Nfz über 6 t legte dagegen um 2 Prozent zu. Bis einschließlich Juli lieferten die deutschen Hersteller 88.500 Nfz bis 6 t (-9 Prozent) und knapp 54.000 Nfz über 6 t (-8 Prozent) ins Ausland. Erstmals seit Januar 2001 fielen die Zulassungen von Nutzfahrzeugen in einem Monat höher aus als vor Jahresfrist. Mit 26.000 Einheiten übertrafen die Neuregistrierungen das Vorjahresvolumen um 13 Prozent. Sowohl im Bereich bis 6 t (+16 Prozent), als auch über 6 t (+6 Prozent) konnte der Nutzfahrzeugabsatz gesteigert werden. Seit Anfang dieses Jahres blieben die Neuanmeldungen von Transportern jedoch noch um 5 Prozent, die von Nfz über 6 t sogar um 16 Prozent zurück. Die Auftragseingänge von Nutzfahrzeugen insgesamt unterschritten im Juli 2002 das Ordervolumen des Vorjahres um 8 Prozent. Dabei schwächte sich die Transporternachfrage aus dem Inland um 8 Prozent, die aus dem Ausland sogar um 13 Prozent ab. Im Bereich über 6 t stand einem um 13 Prozent geringeren Bestellvolumen aus dem Inland ein Zuwachs um 11 Prozent aus dem Ausland gegenüber. Im bisherigen Jahresverlauf verzeichneten die deutschen Hersteller insgesamt 4 Prozent weniger Bestellungen aus dem Inland und einen Rückgang um 8 Prozent aus dem Ausland.

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