Vredestein wieder rentabel

Im Zusammenhang mit (möglichen) spekulativen Entwicklungen rund um die an der Euronext Amsterdam notierten Aktie Vredestein wurde beschlossen, die ursprünglich erst für den 8. August geplante Veröffentlichung des Halbjahresberichts 2002 vorzuziehen. Das Nettoergebnis des ersten Halbjahrs 2002 (24 Wochen) der Vredestein N.V. hat sich mit einem Gewinn von 0,5 Mio. Euro (nach minus 2,9 Mio. Euro Verlust) gegenüber dem 1. Hj. 2001 beträchtlich verbessert. Der Gewinn je Aktie bzw. Aktienzertifikat beträgt 0,06 Euro. Auch das Betriebsergebnis wurde wesentlich verbessert. Der Wegfall von Abschreibungen auf Goodwill sowie die Beendigung der Eigenproduktion von Fahrradreifen trugen dazu bei. Die Konzernumsatzerlöse betrugen 126,7 Mio. (nach 129 Mio.). Die eingeleiteten Maßnahmen zur Senkung des Nettoumlaufvermögens tragen laut Vredestein Früchte, was unter anderem in dem erheblichen Rückgang der Vorräte und der Forderungen zutage tritt. Die Verbesserung des Finanzmanagements verlaufe wie geplant. Der Cashflow stieg auf 8,5 Mio. Euro (nach 7,7 Mio.); außerdem wurden die Bankschulden abgebaut, wodurch die Zinsaufwendungen gesunken sind. Das Konzernkapital erhöhte sich durch den Gewinn und durch positive Kursdifferenzen leicht auf 62,4 Mio. Euro (31.12.2001: 61,4 Mio. Euro), wodurch sich eine höhere Eigenkapitalquote von annähernd 30 Prozent ergibt. Die wichtigste Sparte “Vredestein Banden” entwickelte sich zufriedenstellend, hielt den Umsatz, die in 2001 ergriffenen Kostensenkungsmaßnahmen leisteten einen positiven Beitrag, die bessere Kontrolle des Nettoumlaufvermögens kam der Liquidität zugute. Die Wertberichtigung von Agrarreifenmaschinen im Jahre 2001 hat sich positiv auf das Betriebsergebnis ausgewirkt. Die Einführung des “Designer-Reifens” Ultrac sei erfolgreich verlaufen, die Verkaufsziffern hätten die Erwartungen übertroffen. Die Sparte Hevea (Stiefel aus verschiedenen Materialien) blieb beim Umsatz hinter dem Vorjahr zurück, was vor allem auf die sich enttäuschend entwickelnde Stiefelmarke Dunlop bzw. den schwachen Markt zurückzuführen ist. Daher ist der Vorrat an Fertigprodukten höher als geplant. Das Betriebsergebnis verbesserte sich dennoch durch bessere Resultate bei Viking (infolge einer durchgeführten Reorganisation) und durch den Wegfall der Abschreibung auf Goodwill. Auch der Umsatz der Sparte Rubber Resources (u. a. Wiederverwendung von Altreifen) lag unter dem entsprechenden Vorjahreszeitraum und wird auf die angespannte Wirtschaftssituation in den USA und Europa sowie den Wegfall der Lieferungen an die eigene Fahrradreifenproduktion begründet. Trotz höherer Verkaufspreise der Naturkautschukproduktionslinie blieb das Betriebsergebnis hinter den Erwartungen zurück, auch das Profilgeschäft verlief mäßig. Da für das Konzernergebnis von jeher die Gewinnentwicklung im zweiten Halbjahr ausschlaggebend ist – vor allem aufgrund des für Vredestein so bedeutungsvollen Winterreifengeschäftes -, sind die Ergebnisse nur begrenzt indikativ fürs gesamte Geschäftsjahr

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