Ein Leben für Matador. Stefan Rosina wurde 70

Nachdem Rosina an der in der Slowakei bekannten Bata-Schule von Zlin mit 19 Jahren seine Ausbildung abgeschlossen hatte, nahm er ein Studium an der dortigen chemischen Fachschule auf. Danach, bereits 1954, begann Stefan Rosina seine Laufbahn bei Matador in Puchov als Technologe. Zwei Jahren später wechselte er in die Forschung, wurde Forschungs-, dann Produktionsleiter. Später übernahm er die Technische Entwicklung, dann die Investitionsabteilung und wurde schließlich 1983 Werksleiter. Als 1990 der vormals staatliche Betrieb privatisiert wurde, übernahm Rosina im Rahmen eines Management-Buy-out einen maßgeblichen Anteil der Firma und wurde ihr Generaldirektor. Unter seiner Regie wurde Matador in eine Aktiengesellschaft umgewandelt und das Produktionsprogramm rigoros modernisiert. Stefan Rosina setzte seine Vision von einer modernen, innovativen Firma mit viel Risikobereitschaft und unternehmerischem Weitblick um. Das Ergebnis ist eine AG mit Sitz in Puchov, die neben Pkw- und Lkw-Reifen, Schläuchen und Förderbändern auch Reifenbaumaschinen herstellt. Matador-Produkte können sich auf dem hart umkämpften Markt in dieser Branche weltweit behaupten. Stefan Rosinas Ziel in den 90er Jahren: die Firma auf Erfolgskurs halten – Quality Management, Umwelt-Management, Zertifizierungen nach europäischen Normen und immer wieder Umstrukturierungen, um noch effizienter zu arbeiten. 1999 wurde Stefan Rosina Präsident von Matador und Vorstandsvorsitzender der Matador Holding. Heute zählt Matador zu den profitabelsten Unternehmen der Slowakei und hat sich weltweit Anerkennung und Renommee verschafft. Matador ist der einzige nennenswerte Reifenhersteller des ehemaligen Ostblocks, der es geschafft hat, unabhängig zu bleiben. Das ist ganz wesentlich ein Verdienst von Stefan Rosina, der sich mit der Firma vollständig identifiziert. Er wird als ein Unternehmer der “Alten Schule” beschrieben, dessen Handeln nicht nur von kühler Berechnung bestimmt wird, sondern auch von Menschlichkeit; der Mut zum Risiko und Vertrauen in seine Entscheidungen hat. Er gehört zu den Unternehmern, die fähig sind, auch in schweren Zeiten ihre Mitarbeiter zu motivieren, die es schaffen, ihre Ideen mit anderen zu teilen, zu überzeugen und Dinge voran zu bringen. Er ist einer von denen, die ihre Visionen leben und ihre Träume realisieren – und die dabei nicht vergessen, wo und mit wem sie leben. Stefan Rosina hat es sich zu einer persönlichen Aufgabe gemacht, junge Talente zu fördern. Aus- und Weiterbildung sieht er als die wichtigste Investition in die Zukunft. Matador bildet daher in einer sehr gut ausgestatteten, modernen Berufsschule seine Lehrlinge aus. Selbst in wirtschaftlich schweren Zeiten wird hier nicht gespart. In Puchov hat er die “Fakultät Industrielle Technologie der Universität Trencin” angesiedelt, um vor Ort, so praxisnah wie möglich, Nachwuchs nicht nur für das firmeneigene Forschungsinstitut heranzuziehen. Sein starkes soziales Engagement erstreckt sich auf die ganze Region Puchov – ob in Sportvereinen, in Schulen, im Gesundheitswesen, bei kulturellen Veranstaltungen – Matador erscheint häufig als wichtigster Sponsor. So viel Enthusiasmus und Liebe zur Arbeit gehen offensichtlich auch an der Familie nicht vorbei: Beide Söhne sind in die Fußstapfen des Vaters getreten. Sie übernehmen schrittweise das Unternehmen und führen das Lebenswerk ihres Vaters fort. Stefan Rosina hat in seinem Leben viele Auszeichnungen, hohe staatliche Orden und Ehrungen erhalten. Sie sind Anerkennung seiner Leistungen. Er ist ein glühender Repräsentant der Slowakei; wichtig ist ihm, dass er mit seiner Arbeit sein Land, die Slowakei, ein wenig bekannter macht in einem zusammenwachsenden Europa. dv

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