Geländewagenzubehörverband fordert gesetzliche Richtlinien statt generellem Verbot von Frontbügeln

Freitag, 7. Juni 2002 | 0 Kommentare
 
Durch Tests sieht sich der Verband in seiner Auffassung bestätigt
Durch Tests sieht sich der Verband in seiner Auffassung bestätigt

Frontbügel, wie sie vor allem an Geländewagen auftauchen, stehen seit einiger Zeit in der öffentlichen Kritik. Nach Informationen des Verbandes der Geländewagenzubehör-Hersteller e.V.

(VGH) belegen Untersuchungen der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt), dass Unfälle mit Beteiligung von Kindern und Geländewagen keine besondere Bedeutung im Unfallgeschehen haben. Zudem hätten die Gutachter des Bundes festgestellt, dass Bügel die aggressiven Frontpartien einiger Geländewagen sogar entschärfen und so schwere Verletzungen vermieden werden können. Während allerdings die Europäische Kommission zum Schutz von Fußgängern, Radfahrern und vor allem Kindern noch an einer gesetzlichen Norm für Frontbügel arbeitet, will das Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen in Form eines nationalen Alleingangs "als Zwischenlösung ein Verbot starrer Frontschutzbügel in die Straßenverkehrszulassung (StVZO) aufnehmen".

Denn erst in drei bis 18 Monaten wird die Verabschiedung einer europaweiten Richtlinie erwartet. Dann könnte das nationale Verbot sogar wieder aufgehoben werden. Nun befürchtet der VGH, dass bis dahin die deutsche Geländewagenzubehörindustrie "in den Ruin getrieben und Tausende von Arbeitsplätzen vernichtet" sein könnten, zumal ausländische Mitbewerber in ihren Märkten solche Restriktionen nicht kennen.

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Kategorie: Allgemein

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