Erfolgreiches Jahr 2001 für Reifen Krupp

Als eine der gewichtigsten Größen im Motorradreifenmarkt gilt der in Schifferstadt angesiedelte Großhändler Reifen Krupp. Die im letzten Jahr nach eigenen Angaben rund 240.000 abgesetzten Motorradreifen, die einem Marktanteil von etwa 18 Prozent entsprechen, machen das Unternehmen in Deutschland zum Marktführer in diesem Segment. Was viele, die den Namen Krupp nur mit Zweiradreifen verbinden, jedoch nicht wissen dürften, ist die Tatsache, dass das Pkw-Reifengeschäft für die Schifferstädter in den letzten Jahren beständig an Bedeutung gewonnen hat. “Im zurückliegenden Jahr haben wir sogar erstmals mehr Pkw- als Motorradreifen verkauft”, berichtet Geschäftsführer Herbert Krupp im Gespräch mit der NEUE REIFENZEITUNG. Erneute Zuwächse hat man seinen Worten zufolge außerdem wieder beim Winterreifen-Komplettradgeschäft erzielt. Ingesamt zeigt sich Krupp daher zufrieden mit dem abgelaufenen Geschäftsjahr, in dem ein Umsatz von knapp 36 Millionen Euro erzielt wurde. Der quirlige Geschäftsführer will sich auf diesen Lorbeeren jedoch nicht ausruhen. So wird zurzeit kräftig in Software investiert, weil beispielsweise das bisher per CD-ROM vertriebene Motorradreifen-Informationssystem (MORIS) zukünftig kostenlos im Internet zur Verfügung gestellt werden soll. Derzeit wird mit Hochdruck daran gearbeitet, das Programm anzupassen, damit bis Ende Februar die gleichen Funktionen der CD-Version auch im World Wide Web zur Verfügung stehen. Registrierte Händler sollen mit einem Zugangscode ausgestattet auf alle Preise, Profile und Freigaben (auch zum Ausdruck) zugreifen können. Abfragen nach der passenden Bereifung für die jeweiligen Maschinen will man dabei ebenso integrieren wie es möglich sein wird, die Verfügbarkeit der Reifen bei Krupp einzusehen oder gleich online zu bestellen. Zwar kann bei Krupp bereits seit längerem online bestellt werden, doch soll nun eben die ganze Funktionalität von MORIS via Internet abgebildet werden. “In der Hochsaison laufen schon jetzt zwischen 150 und 200 Bestellungen täglich online bei uns auf”, weiß Herbert Krupp zu berichten. Bestellt werden kann selbstredend natürlich auch auf konventionellem Wege per Fax/Telefon. In den Spitzenzeiten verlassen so jeden Tag an die 2.000 Sendungen das Firmengelände. Damit alles reibungslos funktionieren kann, ist eine ausgefeilte Logistik erforderlich. Hier kommt ebenfalls wieder das Thema Software ins Spiel, denn ohne die geht heute ja bekanntlich gar nichts. Ein speziell auf die Bedürfnisse bei Krupp abgestimmtes Programm sorgt für ein problemloses Zusammenspiel der einzelnen Abteilungen des Großhändlers: angefangen beim Wareneingang über das Lager bis hin zur Kommissionierung und dem Versand. Das ist auch nötig, denn Reifen Krupp ist in den vergangenen Jahren beständig gewachsen. Mittlerweile umfasst das gesamte Betriebsgelände 45.000 Quadtratmeter mit über 20.000 Quadratmetern Lagerfläche. Einziger Wermutstropfen: Verwaltung und Lager sind bislang räumlich noch voneinander getrennt. Abhilfe ist allerdings schon für dieses Jahr geplant. Optimistisch schaut Krupp in die Zukunft, für Schwarzmalerei sieht er keinen Anlass. “Die Bedeutung des Großhandels wird weiter zunehmen”, zeigt sich der Geschäftsführer überzeugt. “Der Handel reduziert die Lagerbestände bzw. muss die Lagerbestände reduzieren, weil dadurch einfach zu viel Kapital gebunden wird. Gerade im Motorradreifenbereich kann man sich nicht mit jedem Reifentyp oder jeder Dimension bevorraten, dafür ist die Vielfalt in diesem Segment einfach viel zu groß”, erklärt Krupp. Als besonderen Service bietet Krupp übrigens seine Hilfe bei der Lagerbereinigung an. Anhand einer nach DOT-Kennung, Hersteller und Segment (Radial-Sportreifen, H/V und Radialreifen sowie alle anderen) Bewertungstabelle werden von dem Großhändler entsprechende Gutschriften zur Verrechnung erstellt. “Wir wollen aber in Zukunft noch besser, präziser und kundennaher agieren”, bringt Krupp die Unternehmensziele auf eine einfache Formel.

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