Finnischer Reifenhersteller weiterhin in der Erfolgsspur

Trotz eines teilweise schwierigen Umfeldes in einigen Ländern und in für Nokian Tyres wichtigen Segmenten hat der finnische Reifenhersteller in den ersten neun Monaten diesen Jahres sowohl beim Umsatz (+7,4% auf 277,7 Millionen Euro) als auch bei den Gewinnen (Operating Profit von 11,9 Millionen auf 25,3 Millionen Euro) die ehrgeizigen Ziele erreicht. Auch die Reifeneinzelhandelskette Vianor ist auf ihrem Weg zur Profitabilität gut voran gekommen. Die nordischen Märkte, in denen Nokian besonders stark vertreten sind, verzeichnen Absatzrückgänge im Automobilgeschäft, die allgemeine wirtschaftliche Lage ist gekennzeichnet von Unsicherheit und daraus resultierender Verbraucherzurückhaltung – auch bezüglich Investitionen in Reifen. Bei Landwirtschaftsreifen sieht Nokian europaweit einen schwachen Markt. Und die Winterreifenexporte nach Nordamerika liegen zwei Wochen hinter dem Plan. Dennoch konnte Nokian sich bei allen wichtigen Kennziffern verbessern, besonders die Exportmärkte Russland und Osteuropa entwickelten sich positiv. In den nordischen Ländern konnte Nokian sowohl bei Pkw-Sommer- wie -Winterreifen Marktanteile gewinnen, auch das Produktmix wurde signifikant verbessert. Nur der deutsche Markt war für den Reifenhersteller rückläufig, wohl weil im deutschen Handel die Lagerbestände an Winterreifen aufgrund des schlechten M+S-Geschäftes in der letzten Wintersaison noch relativ hoch sind. Während sich das Geschäft mit Pkw-Reifen also insgesamt sehr positiv entwickelte, konnte sich Nokian den Einbrüchen im Nutzfahrzeug-Neureifenbereich nicht ganz entziehen und musste Produktionsanpassungen vornehmen. Die Auftragsfertigung bei Michelin liegt allerdings im Plan. Dagegen konnte das Geschäft mit Runderneuerungsmaterialien (+9,1%) ausgebaut werden, was unter anderem auf die Neukundengewinnung zurückgeführt wird. Während das Fahrradreifengeschäft sich der Bedeutungslosigkeit im Konzernergebnis nähert, entwickelt sich die in den letzten Jahren aufgebaute Handelskette Vianor (total derzeit 157 eigene Betriebe) im Plan und konnte vor allem in Schweden Marktanteile gewinnen. Vianor soll, nachdem ein erster Einzelhandelsbetrieb in Moskau inzwischen eröffnet wurde, bis zum Jahr 2006 die größeren russischen Städte mit einem Netz von hundert Einzelhandelspartnern überziehen und dabei auch das Großhandelsgeschäft aufbauen.

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