Auch Michelin leidet unter schwierigen Marktbedingungen

Der französische Reifenhersteller hat im ersten Halbjahr ein Umsatzplus von 4,5 Prozent verglichen mit dem ersten Halbjahr letzten Jahres auf 7.710 Millionen Euro zu verzeichnen, womit ein EBIT von 491 Millionen erreicht wurde. Das sind neun Prozent weniger als im 1. Hj. 2000. Analysten hatten vor kurzem noch ein besseres Ergebnis erwartet. Michelin leidet als bedeutender Hersteller von Nutzfahrzeugreifen stark unter dem eingebrochenen US-Markt. Hatte das Unternehmen erst nur Rückgänge im Erstausrüstungsgeschäft erwartet, so fiel auch überraschend das Lkw-Reifenersatzgeschäft in Nordamerika weiter zurück als kalkuliert worden war. Michelin sieht auch für die zweite Jahreshälfte in USA keine Verbesserungsmöglichkeit. Zwar mag das Firestone-Fiasko nicht hinsichtlich verkaufter Stückzahlen so positiv gewirkt haben wie erwartet wurde, doch ist ein Trend zu so genannten Premium-Reifen („Flight to Quality“) nach wie vor unverkennbar und mit Michelin hält man eine führende Marke in der Hand, die auch deutlich zulegen konnte; somit kam es zu einer signifikanten Margenverbesserung, die allerdings in den Endzahlen wegen des schlechten Lkw-Ergebnisses kaum sichtbar ist. Das Unternehmen rechnet nun nur noch mit einer Umsatzrentabilität in der Bandbreite von 6,2 bis 6,8 Prozent. Zum Jahresanfang war noch eine Bandbreite von 7,7 bis 8,3 Prozent von Analysten für möglich gehalten worden. Ob sich von äußeren Umständen kommende Verbesserungen (kommt es zu einem weiteren Rückruf von Firestone-Reifen und einem Rückruf von General-Reifen??) ergeben, bleibt abzuwarten.

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