Pirelli steigert Ergebnis um über ein Drittel

Die Pirelli Deutschland AG konnte das Geschäftsjahr 1999 mit einem rund 33 Prozent besseren Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr abschließen. Neben einer Dividendenzahlung in Höhe von sechs Mark je Aktie wurde ein zusätzlicher Bonus in gleicher Höhe gewährt. Die konsolidierten Umsätze im Teilkonzern lagen mit 1,225 Milliarden DM auf einem etwas höherem Niveau im Vergleich zum Vorjahr (1,174 Milliarden DM). Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit des Teilkonzerns betrug 42,5 Millionen DM. 1999 beliefen sich die Investitionen in Deutschland auf 67,8 Millionen DM und liegen damit nahezu auf dem hohen Niveau des Vorjahres. Die Anzahl der in Deutschland beschäftigen Pirelli-Mitarbeiter ging im vergangenen Jahr leicht zurück, von 3.424 auf jetzt 3.351 Beschäftigte. Die umsatzstärkste Tochtergesellschaft der Pirelli Deutschland AG, die Pirelli Reifenwerke, konnte 1999 eine Erlössteigerung um fünf Prozent auf jetzt 864,9 Millionen DM (Vorjahr: 824,1 Millionen DM) verbuchen. Der Spezialist für High-Performance-Sommer- und Winterreifen (Pkw) konnte seine Lieferanteile in der Erstausrüstung um rund 34 Prozent verbessern. Die Exporte lagen auf gleichem Niveau wie im Vorjahr, wiesen laut Pirelli allerdings einen verbesserten Produktmix auf. In der Sparte Pkw-/Nutzfahrzeug-Reifen konnte der Stückabsatz um 4,8 Prozent auf jetzt 9,1 Millionen Reifen erhöht werden (Vorjahr: 8,6 Millionen). Im Ersatzgeschäft wurden allerdings sechs Prozent weniger Reifen verkauft als im Vorjahr. Investiert haben die Pirelli Reifenwerke im letzten Jahr 55,0 Millionen DM (Vorjahr: 60,2 Millionen DM). Der Hauptteil dieser Investitionen bezog sich, wie im Vorjahr, auf Anlagen für neue technische Verfahren, auf die Neurüstung der Informations-Technologie sowie nach wie vor auf weitere qualitätsverbessernde Maßnahmen in Produktion, Vertrieb und Verwaltung. Der Jahresüberschuss 1999 betrug 28,2 Millionen DM (Vorjahr: 17,7 Millionen DM), was einem Zuwachs von 59,3 Prozent entspricht. Der Gesamtumsatz der Motorradreifen-Sparte (Marken: Metzeler und Pirelli) lag mit 185,7 Millionen DM um 1,4 Prozent höher als im Vorjahr. Pirelli bleibt mit seinen beiden Motorradreifen-Marken weiter Marktführer in Deutschland, Italien und Europa insgesamt. Das Marktpotential hat im letzten Jahr erheblich zugenommen. Es wurden weltweit 7 Prozent mehr Motorradreifen verkauft als im Vorjahr, der Markt ist weiterhin auf Wachstum ausgerichtet. Besonders erfolgreich entwickelten sich die Umsätze in der Erstausrüstung in Japan und Italien, wo Metzeler deutlich zulegen konnte. In Europa mussten beide Unternehmensgruppen allerdings leichte Marktanteilsverluste hinnehmen. Die Produktion wuchs um 11,9 Prozent der Absatz konnte um 3,5 Prozent gesteigert werden.

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