Millioneninvestition in Bridgestone/Firestone-Werk Aiken

Ein Blick auf das Segment, das in USA von überragender Wichtigkeit ist, weitaus bedeutender als „nur“ Pkw-Reifen: Off-Road-Reifen bzw. in Amerika SUV- (Sport Utility Vehicles) Reifen genannt. Hier spielt insbesondere die Marke Firestone mit dem Produkt „Wilderness“, auf dem derzeit nahezu jeder Ford-Explorer oder Ford-Expedition die Automobilfabrik verlässt, eine Rolle. Mit einer Investitionssumme von genau 435 Millionen US-Dollar ist in Aiken/South Carolina eine Fabrik innerhalb kürzester Zeit aus dem Boden gestampft worden, die Ende 2000 täglich 25.000 Off-Road-Reifen herstellen kann und herstellen wird und zwar sowohl für den Erstausrüstungs- wie den Ersatzmarkt. Von der Bekanntgabe, die Fabrik bauen zu wollen, dauerte es lediglich ein Jahr, bis der erste Reifen gebaut werden konnte. Die offizielle Eröffnung war am 11. November letzten Jahres. Fabrikchef Nobuo Kawakami hat so aufs Tempo gedrückt, dass auf seinem Namensschild nun der Vorname Tim (für „Time is money“) steht. Nicht einmal zwei Jahre nach Baubeginn mussten weitere 24 Millionen US-Dollar zur Erweiterung der Mischungskapazitäten investiert werden. Nach Kawakamis Ausführungen handelt es sich vorliegend um eine absolute „Weltklassefabrik“ mit neuester, in Japan ausreichend geprüfter Technologie, die nun erstmalig in der Massenproduktion zum Einsatz kommt. Was bei Goodyear unter „Impact“, bei Pirelli unter „MIRS“ und bei Michelin unter „C3M“ propagiert wird, hat nun auch bei Bridgestone einen neuen Namen: ACTAS – Automated Continuous Tire Assembly System. In der Aiken-Fabrik werden in Kürze insgesamt 800 „Team-Members“ beschäftigt werden. Vergleiche zu anderen Fabriken sind nicht möglich, weil anders als Bridgestone/Firestone Goodyear und Michelin keinen Fremden in ihre Fabriken lassen. Lediglich Pirelli hat inzwischen die Fachpresse zur Besichtigung der ersten MIRS-Fabrik eingeladen.

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