Michelin in der Restrukturierungsphase mit schwachem Ergebnis für 1999

Der Umsatz konnte von 12,48 Milliarden Euro (1998) auf 13,76 Milliarden Euro gesteigert werden. Hervorragend lief das Geschäft in den USA, aber auch in anderen Zukunftsmärkten, in die Michelin seit Jahren investiert, das sind asiatische und südamerikanische Märkte. Das schwache Ergebnis (EBIT) von 154,4 Millionen Euro erklärt sich aus Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen, die von Michelin in einer Größenordnung von 353 Millionen Euro beziffert worden sind. Die Investitionen von 1,13 Milliarden Euro (etwa acht Prozent vom Umsatz) wurden für eine C3M-Fabrik in Brasilien, die Erweiterung der Nutzfahrzeugreifenproduktion in Europa sowie die Erhöhung der Produktion hochwertiger Pkw-Reifen des Hochleistungssegments benötigt. Für das laufende Jahr äußerte Edouard Michelin Optimismus. Er geht von einem Umsatzwachstum um die vier Prozent aus und strebt einen Operating Profit von knapp zehn Prozent vom Umsatz an. Finanzfachleute weisen auf die Zunahme der Verschuldung um eine glatte Milliarde Euro hin. Es bleibe, so heißt es, abzuwarten, ob die aggressiv geplanten Marktanteilsgewinne in Europa zu realisieren und gleichzeitig Kostensenkungen trotz steigender Rohstoffpreise (Kautschuk, Rohöl, Gummiruße) möglich seien. Es wird fast durchgängig empfohlen, die Aktie zu halten und zunächst die Entwicklung abzuwarten.

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